
Für motivierte Freerider, gab es lange Zeit relativ wenig Angebot, für einen sorglosen Antrieb. Das ändert sich spätestens seit der Produkteinführung des Dual Rings.
Seit einiger Zeit am Markt, und für viele nicht mehr wegzudenken. Schaltbare Kettenführungen sind für „konditionsmotivierte“ Freerider ein MUSS! Früher hieß es ja entweder Schaltbar oder mit Führung, da aber Downhill orientierte Enduristen nicht mehr auf die Vorteile einer Führung verzichten wollen hieß es für die Hersteller, entwickeln.
Nach der Markteinführung einer Hammerschmidt Kurbel, hätte man meinen können, dass die Tage von Schaltkettenführung schon wieder gezählt seien. Dem war, beziehungsweise ist, nicht so. Vom technischen Standpunkt betrachtet, funktionieren zum Beispiel „Single Pivot“ Hinterbausysteme am besten wenn die Kette durch den Hauptdrehpunkt läuft. Das heißt meistens bei einem Kettenblatt mit 36 oder 38 Zähnen.
Und da die Hammerschmidt mit max. 24 Zähnen arbeitet, gibt es bei einigen Hinterbausystemen negative Einflüsse.
Deswegen und auch weil „normale“ Schaltbare Führungen nach wie vor leichter sind, schauen wir uns eine mal genauer an und fühlen ihr gründlich auf den Zahn.
So hat man bei Gamut für 2010 das Programm mit einer Schaltbaren Führung erweitert. 
Das Produkt
Der Gamut Dual Ring, ist eine Kettenführung für ein schaltbares Setup (22/34 oder 24/36) mit zwei Kettenblättern. Dabei verwendet der Dual Ring das bewährte Führungssystem der Gamut P30.
Der Einsatzbereich dieser Ketteführung liegt im Enduro Bereich bis hin zu „agressive“ All Mountain, auf Grund des niedrigen Gewichts.
Technische Details
Kurbeln: 104mm Lochkreis, 4 Arm
Setup: 22/34 Zähne oder 24/36 Zähne mit Bashguard
Farben Bashguard: Rot, Weiß, Blau und Schwarz
Gewicht: ISCG 153 g
ISCG 05 154 g
BB Mount 146 g
Test Setup
Getestet wird der Dual Ring auf einem Commencal Meta 6 Factory. Das ist ein klassisches Enduro mit einem Federweg von 160mm am Heck. Als Kurbel fahre ich hier eine Race Face mit 24/36 Zähnen. Die Montage mittels ISCG 05 Aufnahme funktioniert gut. Kurbel auf der Antriebsseite runterholen, und Boomerang eventuell mit Distanzmuttern auf die ISCG Aufnahme schrauben. Hierbei achtet man einfach darauf, dass die Boomerang Rolle nicht weit unter den niedrigsten Punkt des Bashguardes reicht. Somit passt diese Einstellung. Danach Kurbel wieder drauf und überprüfen ob man genug oder zuviel Distanzmuttern verwendet hat.
Wenn die Kette beim kleinen Gang über die Innere und auch erhöhte Seite der Rolle läuft und beim großen Gang auf der äußeren Kerbe, dann passt alles. Wenn nicht, je nach Bedarf Distanzmuttern hinzu oder weggeben.
Etwas anders ist es bei der Tretlager-Montage. Hier muss zu Mal zuerst die Lagerschale demontiert werden. Der Boomerang ist von der Stärke her dünner als die Distanzringe die bei Tretlagern verwendet werden. Deshalb wird der vorhandene Ring nicht durch den Boomerang ersetzt sonder einfach mit montiert. Je nach Kettenlinie kommt der Boomerang hinter oder vor den Distanzring. Ich denke es wird aber meistens so sein, dass er hinter dem Ring an den Rahmen gehört. Auch hier, bei der Montage mal eine Variante ausprobieren und sicher gehen ob es passt wenn nicht, ändern.
Verarbeitung 
Der Boomerang ist sauber gefräst, und rot eloxiert. Man erkennt deutlich wie Gewicht gespart wurde. So wirkt das Teil zuerst ein wenig filigran, beim angreifen und dem Versuch ihn zu biegen, spürt man aber dann sofort wie verwindungssteif das Teil ist.
Die Rolle ist aus Hartplastik, ist mit 2 Lippen an den äußersten Kanten und 2 Laufflächen für die Kette versehen. Das verbaute Lager läuft leicht, und problemlos.
Der Bashguard ist ebenfalls aus Hartplastik und somit nicht schwer. Die Farbgebung erfolgt durch aufgetragene Farbe an der Innenseite, da das Plastik selbst durchsichtig ist.
Erster Eindruck 
Sofern man den Boomerang richtig montiert hat, läuft die Kette leicht und leise über die Führungsrolle. Die Schaltvorgänge nimmt der Dual Ring, als selbstverständlich war. Natürlich erzeugt die Kette beim Hochtreten ein leichtes Geräusch wenn sie über die Rolle läuft. Aber diese nimmt man nach ein paar Minuten nicht mehr wahr.
Nur beim Zurücktreten stellt dich die Kette noch etwas neutraler, und läuft somit in einem höheren Winkel zurück auf das Kettenblatt an der Kurbel, was mit einer Geräuschkulisse verbunden ist.
Beim Runterfahren verrichtet der Dual Ring eine zuverlässige Arbeit.
Funktionalität 
Die Anforderungen an solch eine Kettenführung wie den Dual Ring, sind überaus hoch. Enduro Bikes mit einem Federweg von um die 160mm arbeiten oft auch mit Luftdämpfern, was im Gegensatz zu nem Downhillbike, einen nicht ganz so sensiblen Hinterbau zur folge hat.
Wenn man also solch ein Enduro wie mein Commencal Meta 6 Factory ordentlich den Trail hinunter prügelt „schepperts“ ganz schön.
Denn unter Trails sind nicht flach planierte Freeridestrecken gemeint sonder mit Wurzeln und Steinen gespickte Wege, die bei höheren Geschwindigkeiten dem Hinterbau alles abverlangen. Dass dabei die Kette einiges an Bewegung mitmacht dürfte wohl klar sein.
Trotzdem ist es mir noch nie passiert, dass nach einer Abfahrt die Kette nicht mehr über die Rolle lief. Rein theoretisch wäre zwischen Rolle und Bashguard ein wenig Platz, aber nix passiert.
Ein Abspringen der Kette vom großen auf das Kleine Ritzel an der Kurbel kommt sehr selten vor. Meistens kann man nach einer Kurve wieder sorglos reintreten. Nur nach sehr Groben Teilstücken auf den Trails, empfehle ich eine lockere Pedalumdrehung, um sicher zu gehen, dass alles passt. Weil wenn nicht, kommen die alten Wehwehchen (von früher, als wir noch ohne Führung fuhren?!) wie „Gerissene oder Verbogene Kette“ und demolierte Umwerfer zurück.
Bei regelmäßiger Kontrolle der Führungsrolle, und der Befestigung, sowohl die Schrauben der ISCG Aufnahmen und die Klemmung mit der Tretlagerschale läuft beim Dual Ring alles rund und man hat keine Sorgen.
Das vorläufige Fazit
Der Gamut Dual Ring, ist für mich von meinem Bike nicht mehr weg zu denken. Das geringe Gewicht, wird nur von der ausgezeichneten Performance übertroffen. Auch bei wirklich ruppigen Trails gibt’s kein Abspringen der Kette. Die Geräusche der Führung sind beim Uphill nur schwer hörbar, beim Downhill nicht von Bedeutung. Das Gewicht zaubert uns Fetischisten ein Lächeln ins Gesicht. Dieses wird aber ein wenig vom Preis geschmälert. Das komplett Packet mit Boomerang, Rolle und Bashguard kostet inn allen drei Ausführungen 249 CHF.
Der Bashguard hat bisher noch keinen wirklich harten Impact abbekommen, so kann ich noch nicht sagen wie viel er wirklich aushält. Der Boomerang ist nach wie vor in gutem Zustand, die Hartplastik Rolle zeigt leichte Abnutzungserscheinungen, aber keineswegs deutlich.
So gibt es von meiner Seite ein sehr Empfehlenswert für den Gamut Dual Ring. Auch wenn man für dieses edle Teil tiefer in die Taschen Greifen muss, zahlt es sich aber sicherlich aus.
Bleibt dran, im Herbst gibts ein Update des Tests!!
Genau was ich suche.
Und wo gibts das gute Stück?
Ansonstgen gibts ja noch die Bestellung übers Netz!
Grüße Alex
Ich glaub die muss ich jetzt auch ans Enduro schrauben ;-)
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