Produkt-Test: Crankbrothers ACID II

Produkt-Test: Crankbrothers ACID II

Auch bei uns im Test, das Enduro Racing Pedal ACID II von Crankbrothers. Klickt euch ein!

Seit dem FiveTen Schuhe im Bike Sport aufgetaucht sind, haben sich viele gesagt, dann fahr ich wieder Flatpedale, wenn ich jetzt doch auch so guten Grip habe.
Aus meinen Beobachtungen im Weltcup, ging aber hervor, dass doch die Mehrzahl der Jungs dort auf Klickpedalen unterwegs sind. Ich kannte die Klickpedale ja eigentlich mehr vom Cross Country, und dachte nach meinen Erfahrungen mit Flats auf meinen Home Trails wäre es interessant wie es denn mit Klicks läuft. So habe ich mich umgeschaut. Das Gravity Klickpedal Programm von Crankbrothers stach etwas aus der Masse heraus. So gibt’s hier nun den Testbericht zum Crankbrothers Acid II.
 
Das Produkt

Das Acid II ist laut Crankbrothers, ein leichtes Enduro Racing Pedal mit Magnesium und Carbon Plattform.


Produkt Features laut Hersteller:

  • Gewicht 345 g pro Paar
  • Spindel geschmiedeter scm435 Chrom Stahl
  • Plattform Magnesium und Carbon
  • Flügel gestanzter Stahl
  • Feder  Rostfreier Stahl 300 Serie
  • Endkappe Eloxiertes Aluminium
  • Ausklickwinkel  15° bis 20°

Preis  150 €



Verarbeitung  

Die Spindeln der Pedale sind rot eloxiert, was Style in das Pedal bringt. In der Version Weiß, ist das Magnesium an der Plattform weiß überlackiert, wie sonst? Die Carbonfasern an der Plattform sind gut sichtbar. Die Alukappe an der Pedalaußenseite ist ein wenig spartanisch. Das Gewinde der Achse ist sauber gedreht. Um Gewicht zu sparen, ist das Pedal nur mit Imbus an der Kurbelinnenseite zu befestigen. So bleibt die Achse schön schlank und leicht.  

Montage  

Die Pedale sind mittels 6er Imbus an die Kurbel zu schrauben. Die Seiten sind nicht klassisch angeschrieben. Bei den Acid ist bei dem Pedal für die Linke Seite eine Kerbe in der Achse nicht aber bei dem für die Rechte Seite. Wenn man es einmal gesehen hat ist alles klar.
Bei den Schuhklemmen kommts nun drauf an. Bei Crankbrothers ist es systembedingt ja so, dass die Ausklick Kraft nicht eingestellt werden kann, wie bei anderen Herstellern. Was man aber sehr wohl einstellen kann, ist der Ausklickwinkel. Und zwar mittels der Schuhklemmen. Eine der Klemmen ist mit einem Punkt versehen. Wenn man diese rechts montiert, beträgt der Ausklickwinkel 20°, wenn nicht dann reduziert er sich laut Crankbrothers um 5° auf 15°.


Erster Eindruck  

Zu Anfangs hatte ich mich für das 15° Setup entschlossen. Zum einklicken bedarf es nicht zu hoher Kraft. Der Widerstand im Pedal selbst ist sehr gering. Unter Entlastung nicht unbedingt Zug, spürt man fast keinen Widerstand, und der Übergang zum Ausgeklickten Zustand ist ebenfalls locker. Bei Druck und Zug erhöht sich der Widerstand etwas und der Fuß steht dann stabiler im Pedal.
Bei der ersten Ausfahrt, hatte ich mich beim treten dann relativ schnell an die Verhältnisse gewöhnt. Zumindest beim pedalieren, viel der geringe Widerstand nicht mehr so auf. Anders aber auf dem Trail, wenn man es ein wenig laufen lässt, und sich anständig am Bike bewegt, dann vermittelt einem der lockere Zustand schon ein wenig ein Gefühlt der Unsicherheit, ob man nicht doch gleich ungewollt ausklickt.

Funktionalität  

Der Ein und Ausklickmechanismus mit der Spindel funktioniert einwandfrei, auch bei Schlammigen Bedingungen. Die Verstellung des Ausklickwinkels mittels dem Vertauschen der Schuhklemmen, ist nicht gerade etwas was man mal schnell macht, sondern eine Einstellung die man nach einem ersten Ausprobieren beibehält oder wechselt.
Die Plattform des Pedals ist meines Erachtens, zu einem ein Schutz gegen Stöße von außen aber auch gedacht um die Auflagefläche am Schuh zu vergrößern. Dies erreicht man am ehesten mit für Downhill geeigneten Schuhen, wie dem Filter von SixSixOne. Dies erhöht den Widerstand im Pedal etwas, da die Schuhklemmen tiefer in der Sohle sitzen und somit die Sohle die Plattform leicht berührt.
Die Achsen laufen schön leicht, ohne sich selbst lange zu drehen wenn man das Pedal andreht.

Nach zwei Fahrten presste sich durch die Dichtung der Achse einiges an Fett heraus, was zum einen positiv ist, da man merkt dass die Dinger schön gefettet worden sind, aber die Frage aufwirft ob man die Achse besser abdichten Könnte.  


Dieses Jahr hatten wir bis jetzt eher trocken staubige Verhältnisse. Deshalb haben sich noch keinerlei Probleme ergeben. Hin und wieder das Pedal einfach mit Seifenwasser abspülen und einem alten Fetzen trocknen.

Das vorläufige Fazit

Das Crankbrothers ACID II ist meines Erachtens gut geeignet für den All Mountain Einsatz, das Gewicht bei guter Stabilität der Achse und Schutz der Klickverbindung passt zu den All Mountain Bikes der neuesten Generation. Uneingeklicktes stehen auf dem Pedal ist nicht wirklich möglich, da die Plattform andere Zwecke hat. Für die etwas härtere Gangart, ist der geringe Widerstand im eingeklickten Zustand, etwas „scary“ dafür empfehlen wir die Mallets. Das Einsatzgebiet des ACID Pedals liegt eher außerhalb des so wie von Crankbrothers angegebenen Enduro Racing Bereiches. Nichts desto trotz, Super Pedale.

Bis jetzt war es noch nicht nötig die Achse auseinander zu bauen, was ich aber gegen Ende der Saison, oder vielleicht schon vorher machen werde. Dann zeigt sich der exakte Zustand der Lager.
Bei einigen Steinschlägen die das Pedal schon abbekommen hat, ist der weiße Lack am Magnesium Body leicht abgesplittert. Ansonsten sind sie bis jetzt in gutem Zustand.


Von meiner Seite also Daumen Hoch bei adäquatem Einsatzgebiet.
 

Bis zum Update des Tests, Hit the Trails!!

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